Anklamer Klänge

Die Gestaltung der neuen Anklamer Glocken durch Thomas Reich

 

Der Kirchengemeinderat hat lange über die Gestaltung der Glocken diskutiert. Einigkeit bestand darin, dass die Glocken nicht nur klingen, sondern auch angesehen werden sollen.

Die historische Apostelglocke, die Teil des zukünftigen Geläuts bleibt, ist in besonderer Weise gestaltet. Deshalb wurde entschieden, auch die neuen Glocken mit Kunst zu versehen. Dafür wünschte sich der Kirchengemeinderat einen Künstler aus der Region, der zum Einen sowohl mit Zeichnungen als auch mit Skulpturen arbeitet und zum Anderen einen Bezug zu Kirchenglocken und ihrer Funktion hat.

 

Einstimmig hat sich der Kirchengemeinderat für Thomas Reich entschieden. Er hat schließlich die gesamte Gestaltung der neu zu gießenden Glocken  übernommen und entwarf die Inschriften, umlaufenden Ränder und figürlichen Darstellungen von biblischen Szenen entsprechend der Widmungen der fünf Glocken.

 

Die Technik der Ritzzeichnungen, die als schmale Striche aus dem Glockenkörper hervortreten, wählte der Künstler als Hommage an die Technik des mittelalterlichen Gießers Rickert de Monkehagen. Dieser verzierte mit dieser Technik im Jahr 1450 die in der Marienkirche hängende Apostelglocke in außergewöhnlicher Qualität.

Thomas Reich orientierte sich an dieser Vorgabe, ohne sie stilistisch zu kopieren.

 

Die neuen Glocken werden Kunst unserer Zeit darstellen. Gebrochenheit und Verzerrung lassen die Möglichkeit zur Auseinandersetzung sowohl mit der Stadtgeschichte Anklams als auch mit der christlichen Botschaft zu. Eindeutigkeit ist nicht das Ziel der Darstellungen. Vielmehr sollen sie den Betrachter herausfordern und Infrage stellen.

 

Sehen Sie hier die Gestaltung der neuen Glocken:

 

Die Versöhnungsglocke

Die Auferstehungsglocke

Die Vaterunserglocke

Die Taufglocke

Die Stadtglocke

 

Evang. Kirchengemeinde Anklam
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